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The Mean Green – Mesa Boogie 6L6GC STR440 Code Green im Test

 
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Chimaera Izzy



Anmeldungsdatum: 05.06.2007
Beiträge: 1464
Wohnort: Bottrop

BeitragVerfasst am: Fr Sep 28, 2007 2:30    Titel: The Mean Green – Mesa Boogie 6L6GC STR440 Code Green im Test

Ein Gefühl wie vorgezogenes Weihnachten. Dem Versprechen gleich das ein Lamborgini Diabolo im Stand macht – brutale Beschleunigung und Kraft im Überschuss – kommen sie in einem Schlichten schwarzen Karton mit Plastikfensterchen daher. Aber die Aufschrift „Green“ lässt viel hoffen und mir ein Kreisgrinsen im Gesicht erscheinen.
Mehrere Bekannte empfahlen mir diese Röhren mit dem Prädikat „brutalste Röhren wo gibt, ey“ *g*. Auf Schlau ausgedrückt sollen keine anderen einen höheren Klirrfaktor besitzen und schneller ansprechen als sie!
Klingt ja schon mal gut wenn man Soundmäßig kräftig in die Fresse treten will, ob sie halten was sie versprechen werden wir sehen.
Ihren zukünftigen Arbeitsplatz werden sie in einem Peavey xXx Top finden. Der schiebt ja schon mit original Röhren wie ein Panzer, aber vielleicht sorgen sie ja für ein wenig Extraschub.
Tausch und Einmessen fanden durch Finkhäuser in Dortmund statt, der bei der Gelegenheit direkt auch einige Lötkontakte erneuerte und nachmaß – aus dem Röhrentausch wurde so eine Inspektion für den kompletten Amp. Dickes Lob und großes Kompliment an ihn an der Stelle. Auch war der Gute so verdammt fix bei der Sache dass ich mir nicht einmal Notizen machen konnte. Nach nicht einmal einer halben Stunde – inklusive Amp reinschleppen, Röhrentausch, nervige Fragen meinerseits und Amp wieder rausschleppen – waren wir wieder auf dem Rückweg.

Die Einmessung war sehr „spitz“ bzw. die Röhre wird sehr warm angesprochen, was zu Lasten der Langlebigkeit geht, aber gut für den Sound ist. So muss ich in knapp zwei Jahren wieder ein neues Quartett einsetzen aber mir persönlich ist es das wert. Werden sie flacher oder kälter eingemessen leben sie länger, haben aber wohl ein nicht ganz so aggressives Ansprechen. Aber nicht vergessen dass wir hier von den angeblich „brutalsten“ Röhren überhaupt sprechen, das wäre als wenn man einem 500 PS Fahrzeug 50 Pferdchen zugunsten des Verbrauches klaut.
Dieser Punkt ist aber eine Geldbeutel und Geschmacksfrage und da muss sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

Zur Einstellung des Amps:
Der Master war (Leistungsbedingt; sind ja bloß schmale 120 Watt) leider nur zu gut der Hälfte aufgedreht, Höhen zu gut drei viertel, mitten etwas weniger als die Hälfte, Bässe fast dreiviertel, Volume war auf etwas mehr als ein drittel und Gain dümpelte bei einem knappen viertel rum.
Die Gitarre war eine Jackson Rhandy Roads 3x Stone Made in Japan aus 1995 bestückt mit zwei EMGs, einem 81er in der Steg und einem 85er in der Halsposition und besaitet mit Dean Markley 11 - 52 MED (gesonderter Testbericht zu Dean Markley „Blue Steel“ in gleicher Stärke folgt an anderer Stelle) in einem D - Tuning.

Erstmal der Subjektive Eindruck:
Meeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiine Fresse hat der Dampf!!! Ich dachte ich flieg durch die Wand!

Nun der Objektive *g*:
Der Amp spricht sehr schnell und sehr direkt an. Man hat fast das Gefühl das ein klein wenig Kompression vorgeschaltet wäre so direkt wie jede noch so feine Anschlagsnuance beantwortet wird. Der Sound hat eine warme druckvolle Note dazubekommen, wodurch ein anderes Soundsetup möglich wurde. So ist der Sound zwar immer präsent, aber nie aufdringlich. Selbst bei den unmöglichsten Dive Bombs oder High Pinch Harmonic Squiels bewegte der Sound sich immer im Angenehmen Bereich. Trotz des Kompressionsgefühls hatte ich zusätzlich den Eindruck das mein Sound reicher an Höhen und Bässen geworden ist.
Durch die Hinzugewonnene Endstufenzerre konnte der Gainregler soweit unten bleiben das ich für ein gewolltes Feedback die Gitarre direkt vor die Box halten muss und dann kam das Feedback langsam, kontrolliert und „sahnig“.

Der Triple xXx hat ja nun bekanntermaßen drei Kanäle, Clean, Crunch und Over Drive.
Der Clean Kanal klingt einfach Traumhaft, noch brillianter als mit den Originalröhren. Mit ein wenig Chorus im Sound glaubt man fast man spielt eine 12saitige und höre die Englein singen.
Der Crunchkanal ist Geschichte. Der hat genauso viel Dampf wie der OD, nur ein wenig mehr Höhen und einen Hauch weniger Bässe (Betonung liegt auf „Hauch“), schiebt aber hier schon wie eine Diesellok mit Volldampf und Bergab. Ich schätze er ließe sich sehr gut als Ergänzung für verschiedene Rhythmussounds oder als zweiter Leadkanal verwenden – bisheriger Leadkanal ist der OD plus Bypass – ich werde es die kommenden Monate mal austesten.
Der OD putzt alles weg. Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen dass es eine Steigerung geben kann die nächsten 5 – 10 Jahren (wobei, es gibt ja auch noch die Mesa Boogie EL34 STR447 Grey, die teste ich beim nächsten mal an; denke ich *ggg*). Mit diesen Röhren braucht sich der Triple xXx auch nicht mehr hinter einem Diezel oder ähnlichen Edelamps zu verstecken. Als Optimale Ergänzung kann ich mir nen Subwoover vorstellen. Aber das sollte man dann nur auf etwas größeren Bühnen in Stabilen Gebäuden auspacken.

Ein Hinweis noch: Man sollte jetzt nichts mehr auf dem Amp liegen lassen. Außer vielleicht eine Bratpfanne zum Eier braten, das Ding wird wirklich verflucht heiß!

Mein Fazit: Wer Soundmäßig das volle Brett fahren will und seinem Amp was richtig gutes angedeihen lassen möchte kommt an diesen Röhren nicht vorbei. Nie war ich mit einer Kaufentscheidung so verdammt froh und zufrieden wie mit dieser.

Wer noch Fragen hat kann sich gerne bei mir melden.
_________________
Selbstmord ist kein AUX Weg!!


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12.07. Bottrop - Cottage REL Party
18.07. Euskirchen - Heavy Summer Night O.A.

featuring Phantom Mask (Espana) in Oktober

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